Fördergerüst Schacht XII des UNESCO-Welterbes Zollverein in der Abenddämmerung
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Persönliche Einladung

Denkzeche: Schichtwechsel für die KI

Wer kontrolliert die Daten, mit denen Ihr Unternehmen morgen arbeitet?

15. Oktober 2026
Zeche Zollverein, Essen

Fördergerüst Schacht XII, UNESCO-Welterbe Zollverein · Foto: Thomas Wolf, CC BY-SA 3.0 DE

Speaker

Die Schicht ist besetzt.

Wir laden Sie ein zu einem Abend auf Zollverein, über die Frage, wem eigentlich die KI gehört, mit der Ihr Unternehmen arbeitet.

Sascha Pallenberg ordnet ein, warum Datensouveränität keine politische Vokabel ist, sondern eine wirtschaftliche Größe. Bei Roman Raphael wird es praktisch: KI nutzen, ohne dass das Modell die Identitäten dahinter kennt. Dirk Frauenhoff legt nach, von der Datenstrategie über die Integration in bestehende Systeme bis zum sicheren Betrieb.

Porträt von Sascha Pallenberg

Sascha Pallenberg

Speaker

Sascha Pallenberg ist einer der bekanntesten deutschen Techblogger. Der in Taiwan lebende Dortmunder wurde 2015 in Deutschland zum Blogger des Jahres gekürt, bevor er dann zum 1. Januar 2017 als „Head of Digital Transformation“ zur Daimler AG kam. Im April 2021 wechselte er als „Chief Awareness Officer“ zur aware_ The Platform GmbH, Deutschlands erster Nachhaltigkeitsplattform. Seit Ende 2023 widmet er sich hauptberuflich seinem Newsletter und Podcast MeTacheles, wo er tiefgreifende Einblicke und Analysen zu den Themen Technologie, Nachhaltigkeit und digitale Transformation bietet.

Porträt von Roman Raphael

Roman Raphael

Speaker

Roman Raphael begleitet seit 2023 diverse KI-Projekte, sowohl als Projektleiter als auch als Consultant. Anfang 2026 übernahm er bei der mobilistics GmbH in Dortmund die Leitung von vectorpulse, der KI-Business Unit des Unternehmens. Berufsbegleitend studiert er Business Administration an der Kuehne Logistics University in Hamburg. Seine Arbeit richtet sich an mittelständische Unternehmen, bei denen die Idee für den ersten KI-Anwendungsfall längst da ist und die Umsetzung noch aussteht.

Porträt von Dirk Frauenhoff

Dirk Frauenhoff

Speaker und Moderation

Dirk Frauenhoff arbeitet an der Verbindung von Technologie, Daten und organisatorischem Wandel. Nach Stationen bei der Schenker AG und der IHK Digital verantwortete er von 2022 bis 2026 als CIO die IT der Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG in Dortmund. Berufsbegleitend absolvierte er einen MBA am Institute of Management, Technology and Finance. Heute beschäftigt er sich vor allem mit der Frage, wie Governance in KI-gestützter Softwareentwicklung selbst zu Code wird, statt als Freigabeprozess zu bremsen.

Worum es geht

Am Ende jeder Schicht wurde übergeben. Bei KI bisher nicht.

Früher sagte die ausfahrende Schicht der einfahrenden, was offen war und wo weitergearbeitet werden musste. Erst danach war Feierabend.

Bei KI kommt diese Übergabe erst noch. Die erste Schicht hat ausprobiert: Tools getestet, Prototypen mit Vibe Coding erstellt, Prompts mit sensiblen Daten gefüttert. Das war teilweise richtig, denn so lernt man eine neue Technologie kennen. Was die zweite Schicht daraus machen soll, ist für viele aber noch unklar: Welche Daten verarbeitet werden oder wer den Betrieb übernimmt. Ohne das wird aus dem Ausprobieren keine Wertschöpfung.

An diesem Abend geht es deswegen um genau die Übergabe:

  • Warum digitale Souveränität eine Frage fürs Geschäft ist und keine für die Politik.
  • Wie eine Nutzung aussieht, bei der das Sprachmodell keine Identität sieht.
  • Und wie ein Unternehmen strukturiert dorthin kommt.
Agenda

Das Programm

  1. 17:00 Uhr

    Ankommen auf Zollverein

    Über die Rolltreppe, dann Empfang mit Blick über das Revier.

  2. 17:30 Uhr

    Begrüßung

    Dirk Frauenhoff eröffnet den Abend.

  3. 17:45 Uhr

    Keynote Sascha Pallenberg: Warum KI zur Souveränitätsfrage wird

    Künstliche Intelligenz macht Unternehmen schneller – und kann sie gleichzeitig abhängiger machen. Wer Modelle, Cloud, Datenpfade und KI-generierten Code nicht versteht, skaliert womöglich keine Wertschöpfung, sondern einen Lock-in.

    Sascha Pallenberg zeigt, warum digitale Souveränität nicht Autarkie bedeutet, sondern eine Wahlfreiheit: selbst entscheiden, Anbieter wechseln und handlungsfähig bleiben.

    Von der Macht globaler Plattformen über Europas industrielle Abhängigkeiten bis zum Vibe Coding im Unternehmen spannt er den Bogen vom KI-Experiment zur strategischen Verantwortung. Denn ein schneller Prototyp ist noch kein souveränes Geschäftsmodell.

    Sein eigener Wechsel von Plattformdiensten zu offeneren Infrastrukturen zeigt zudem: Souveränität bedeutet für ihn vor allem, Kontrolle zurückzugewinnen und tatsächlich zu handeln – auch wenn der Wechsel unbequem ist.

  4. 19:00 Uhr

    Vortrag Roman Raphael: Die KI-Nutzung, die Sie nicht sehen, ist die gefährlichste.

    Was mit Ihren Daten hinter dem Prompt passiert – und wie Sie die Kontrolle behalten.

    KI ist längst Teil des Arbeitsalltags. Mitarbeiter geben Texte, Dokumente, Kundenfälle mit internen Informationen in Modelle ein. Oft schneller, als Sie dafür Regeln schaffen können. Verbietet man die Nutzung, verschwindet sie dadurch nicht. Sie wird unsichtbar.

    Roman Raphael zeigt, was hinter dem Prompt beginnt: was mit den eingegebenen Daten passiert, wer darauf zugreifen kann und warum Unternehmen sich darum kümmern müssen. Denn europäisches Hosting und Verträge schaffen zwar Sicherheit auf dem Papier, lösen aber nicht das eigentliche Problem.

    Dabei gibt es technologische Lösungen, die dieser Herausforderung an der entscheidenden Stelle begegnen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man KI-Nutzung ermöglicht, ohne sensible Daten aus der Hand zu geben.

  5. 19:30 Uhr

    Abschlussvortrag Dirk Frauenhoff: Ist Ihr KI-Pilot bereit für die Skalierung – oder nur für die nächste Demo?

    Wie aus sicherer KI-Nutzung eine ganzheitliche, datensouveräne Unternehmensstrategie wird.

    Ein geschützter KI-Zugang ist ein wichtiger Anfang – aber noch keine belastbare KI-Strategie. Spätestens bei der Skalierung stellen sich die entscheidenden Fragen: Welche Daten dürfen, sollen und müssen für KI nutzbar werden? Wer trägt Verantwortung? Und wie bleibt das Unternehmen langfristig handlungsfähig?

    Der Abschlussvortrag schlägt die Brücke vom Tool zur Transformation. Er zeigt, wie Datenstrategie, Governance, Architektur, Compliance und Operating Model ineinandergreifen – von RAG und LLM-Gateways über deutsche Cloud-Infrastrukturen und Bestandssysteme bis zu DSGVO, EU AI Act und einer nachvollziehbaren Modellsteuerung.

    Eine konkrete Roadmap führt vom Readiness Check über Use-Case-Workshop und Proof of Value bis zur belastbaren Governance und unternehmensweiten Skalierung. So entsteht aus einem schnellen Prototyp nachhaltige, souveräne Wertschöpfung statt eines neuen Lock-ins.

  6. ab 20:00 Uhr

    Fingerfood & Networking

    Ausklang bei Essen und Getränken.

Anmeldung

Anmeldung

Es ist nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen verfügbar, die Teilnahme ist für Sie kostenfrei.

Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit der Bestätigung und allem, was Sie für den Abend brauchen.

Kontakt für Rückfragen
mobilistics GmbH
Hohe Str. 102, 44139 Dortmund
denkzeche@mobilistics.de

Anmeldeformular

Location

Über den Dächern des Ruhrgebiets

Der Erich-Brost-Pavillon liegt in 38 Metern Höhe auf dem Dach der ehemaligen Kohlenwäsche des UNESCO-Welterbes Zollverein. Der dreiseitig verglaste Saal öffnet den Blick von der Arena auf Schalke über die Essener Skyline bis zum Gasometer Oberhausen, der Zugang führt über die höchste freistehende Rolltreppe Deutschlands.

  • Erich-Brost-Pavillon
    Kohlenwäsche [A14], Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
  • Anfahrt
    Kostenlose Parkplätze A1 und A2 auf dem Gelände. Mit dem ÖPNV: Straßenbahn 107 (Haltestelle Zollverein) oder Bus 183 (Haltestelle Kohlenwäsche)
Der Pavillon auf dem Dach der Kohlenwäsche, dahinter der Förderturm Schacht XII

Fotos: Imhoff · UNESCO-Welterbe Zollverein

FAQ

Häufige Fragen

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Einladung ist personengebunden. Schreiben Sie uns kurz, wenn eine weitere Person aus Ihrem Unternehmen teilnehmen soll — wir prüfen die Verfügbarkeit.
Business casual. Der Pavillon liegt auf einem Industriegelände, festes Schuhwerk ist bei einem Rundgang über das Welterbe von Vorteil.
Auf dem Welterbe-Gelände stehen kostenlose Parkplätze (A1 und A2) zur Verfügung. Mit dem ÖPNV erreichen Sie den Standort über die Straßenbahn 107 (Haltestelle Zollverein) oder den Bus 183 (Haltestelle Kohlenwäsche). Der Pavillon liegt auf dem Dach der Kohlenwäsche, Zugang über Rolltreppe und Aufzug.
Wir fotografieren an dem Abend für die Nachberichterstattung auf unserer Website und auf LinkedIn. Wenn Sie darauf nicht zu sehen sein möchten, genügt ein kurzer Hinweis am Einlass oder vorab eine Mail an denkzeche@mobilistics.de.